jeder raum hat seinen eigenen charakter, der
sich aus vielen faktoren zusammensetzt. wenn man sich dieser eigenheiten
bewusst wird, hat man schon einen riesigen schritt auf dem weg zu
einem neuen kinderzimmer getan. in folgenden zeigen wir ihnen einige
beispiele und gegensätze auf, die den raum ausmachen. der grossteil
dieser eigenschaften geht auf emotionen und erleben zurück
und ist nich statisch messbar.
bewegung - ruhe
in jedem zimmer gibt es zonen oder achsen, die
durch die tür und zum teil durch fenster gebildet werden. diese
zonen sind die sogenannten bewegungszonen, also bereiche bzw. wege,
die häufig beschritten werden. genauso gibt es in jedem kinderzimmer,
ecken, in denen kaum bewegung stattfindet. so ergibt sich in jedem
raum ein spannungsfeld zwischen ruhe und bewegung.
laut - leise
dieses gegensatzpaar ist auch symbolisch zu verstehen
und hängt eng mit den bewegungszonen im kinderzimmer zusammen.
wenn ich am fenster steh, habe ich einen direkten kontakt nach draussenund
"zur welt". nahe an der zimmertüre ist es vom gefühl
her lauter als beispielsweise in einer raumecke.
warm - kalt
aussenwände und glasflächen sind vom gefühl und
auch in der realität kalt, bzw. kälter als innenwände
oder fenster mit vorhang bzw. stoffen
draussen - drinnen
fenster und aussenwände sind die unmittelbarsten
grenzen nach draussen mit allen folgen. eine aussenwand ist unter
umständen kälter als eine innenwand. ebenso verhält
es sich mit glasflächen. die fenster werden, wenn es draussen
dunkel ist - zu einer kalten und schwarzen fläche. ist der
raum innen beleuchtet, wird der präsentiereffekt noch grösser.
eng - weit
jeder raum hat eigene proportionen. wie ist das
verhältnis der grundfläche zur raumhöhe? wirkt der
raum klein und hoch oder gross und niedrig? oder gibt es ein ausgewogenes
verhältnis zischen diesen beiden maßen?
passiv und aktiv
mit dem rücken zur tür oder zu einem
fenster hat ein gefühl der passivität und der beobachtung.
der blick zum fenster oder zur tür gibt mir das gefühl
den dingen in`s auge sehen zu können. es kann nichts hinter
meinem rücken passieren und ich bin vor überraschungen
sicher. dazu kommt der verstärkende effekt des drinnen-draussen
gegensatzes.
|